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Schweiz hat Aufholbedarf bei Digital Health

Winterthur – Die Schweiz muss bei der Digitalisierung im Gesundheitswesen noch weiter aufholen, wie eine Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften zeigt. Dafür müssten insbesondere Entscheidungsträger den digitalen Wandel aktiver mitgestalten.

In einer Rangliste der Bertelsmann Stiftung zum Digitalisierungsreifegrad im Gesundheitswesen liegt die Schweiz auf Platz 14 von 17 untersuchten Ländern. Die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) hat nun eine Studie durchgeführt, welche diese Platzierung der Schweiz genauer untersucht. Demnach sei nicht nur die Technik gefordert, sondern insbesondere auch Wirtschaft und Politik. Entscheidungsträger müssten „proaktiv handeln und den digitalen Wandel im Gesundheitswesen aktiv steuern“, hält die ZHAW in einer Mitteilung fest.
Unter Digital Health werden etwa Erweiterte Realität (AR)-Brillen bei Operationen verstanden, wie sie bereits vom Universitätsspital Zürich eingesetzt werden, erklärt die ZHAW. Als weitere Beispiele werden Roboter in der Pflege, digitale Avatare, Künstliche Intelligenz für medizinische Analysen oder die Prävention durch Spiele genannt. Laut Christian Russ, Ko-Autor der Studie, ist die Frage nicht „ob, sondern wie schnell die Digitalisierung die Gesundheitswelt verändert“.
Die ZHAW-Studie zeigt auch, dass Patienten insgesamt von Digital Health profitieren werden. So können beispielsweise Wartezeiten beim Arzt verkürzt oder papierlose Rezepte realisiert werden.
Vorgestellt wurde die ZHAW-Studie am 3. Oktober im Rahmen des ersten Digital Health Lab Day in Wädenswil. Der Anlass sei gleichzeitig auch die Grundsteinlegung des neugegründeten ZHAW Digital Health Lab. ssp

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