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Eine Innovation aus der Au lässt die Schweiz aufhorchen

Die Firma Elektron aus der Au hat kürzlich mit einem intelligenten Lichtmast landesweit für Aufsehen gesorgt. Der sogenannte Smart City Tower, der beim Bahnhof Wädenswil installiert wurde, ist einzigartig und kann viel mehr als herkömmliche Strassenlampen. Zum Beispiel für Internet-Empfang sorgen. Und dies sei erst der Anfang, sagt Elektron-CEO Enrico Baumann im Interview.

Enrico Baumann, bitte erzählen Sie uns von Ihrer Innovation.
Gerne. Wir haben im Zentrum von Wädenswil einen multifunktionalen Lichtmast gebaut, den sogenannten Smart City Tower. Und zwar in Zusammenarbeit mit der Stadt Wädenswil, SBB und EKZ.

Was kann dieser multifunktionale Lichtmast?
Das Besondere am Smart City Tower ist, dass er im Gegensatz zu seinen Vorgängern nur so hell leuchtet, wie es der aktuelle Verkehrsfluss verlangt. Ausserdem liefert er Strom für Elektroautos, sammelt Daten aus der Umwelt wie Lärm oder den Gehalt von Feinstaub in der Luft. Zusätzlich dient er als Wi-Fi-Antenne für die Bevölkerung. Das Projekt ist einzigartig und ein wichtiger Schritt für die ganze Schweiz.

Weshalb?
Weil neue Lösungen gefragt sind für eine Gesellschaft, die sorgfältig mit ihren Ressourcen umgehen und die Vorteile der Digitalisierung nutzen will. In den Lampen, die an jeder Strasse stehen, steckt grosses Potenzial. Ausgestattet mit Kommunikationsknoten, Sensoren und der richtigen Software können sie der Bevölkerung grosse Dienste leisten. Und wir stehen erst am Anfang einer spannenden Reise.

Die Elektron AG ist im Bereich Strassenbeleuchtung marktführend. Was kommt als Nächstes?
Das kann ich noch nicht verraten. Wichtig ist mir aber, dass die innovativen Technologien immer als Mittel zum Zweck dienen. Das heisst, dass wir damit in erster Linie die Lebensqualität der Bevölkerung steigern, Ressourcen schonen und die Umweltverschmutzung eindämmen. Deshalb haben wir uns bei diesem Pilotprojekt zuerst mit den Vertretern der Stadt Wädenswil zusammengesetzt und geklärt, welche Bedürfnisse die Wädenswilerinnen und Wädenswiler haben, ob es ungelöste Infrastruktur-Probleme gibt und wie sich die Energie-Stadt in Zukunft weiterentwickeln soll.

Das heisst, Sie haben für Wädenswil eine ganz spezifische Lösung erarbeiten wollen?
Genau. Beeindruckt hat mich dabei, dass Politik und Behörde sowie SBB und EKZ sich unbürokratisch bereit erklärt haben, am Projekt mitzuwirken. Wir werden den Smart City Tower von nun an gemeinsam betreiben und sind gespannt, welche Feedbacks und Anregungen von der Bevölkerung kommen.

Wird sich das Projekt noch weiter entwickeln?
Das ist auf jeden Fall möglich, denn der Smart City Tower kann noch mehr. Zum Beispiel könnte er die Parkplatzbelegung mit Sensoren erfassen oder den Füllstand von Unterflurcontainern messen. Damit würde die Entsorgung erleichtert. Ob und wann wir welche Funktionen aktivieren, hängt in erster Linie vom Nutzen für die Bürgerinnen und Bürger ab. Ich lade deshalb alle ein, uns Rückmeldungen zum Smart City Tower zu geben. Machen wir zusammen aus Wädenswil eine Vorzeige-Smart-City!

www.elektron.ch

 

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