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«Die Kultur macht eine Schule aus»

Im Sommer 2020 nimmt die neu gegründete Kantonsschule Zimmerberg ihren Betrieb auf. Als Gründungsrektor hat der Regierungsrat Urs Bamert gewählt.Im Interview verrät er, vor was er Respekt hat und welches Klima am Gymi in der Au herrschen soll.

 

Urs Bamert, Sie sind der erste Rektor der Kantonsschule Zimmerberg. Was bedeutet Ihnen das?
Meine erste Reaktion war geprägt von grosser Freude. Immerhin ist es doch eine Ehre, einem neuen öffentlichen Gymnasium im Kanton Zürich als erster Schulleiter und damit Gründungsrektor vorzustehen. Der Freude folgte dann aber auch gleich ein zweites Gefühl.

Welches?
Respekt. Eine Schule von Grund auf aufzubauen, vor allem aber deren Schulkultur massgeblich zu entwickeln und zu prägen, ist eine wichtige Aufgabe, die den Ruf einer Schule letztlich ausmacht.

Was ist Ihnen bei der Führung der Schule besonders wichtig?
Führung ist an einer Schule etwas sehr Bedeutsames – neben anderen Dingen natürlich. Je nach Führungsstil initiieren Sie damit nämlich eine gute oder weniger gute Schulkultur. Diese Kultur wirkt sich eins zu eins auf das Lernen und Lehren und damit natürlich auch auf den Lernerfolg unserer Schülerinnen und Schüler aus.

Was bedeutet das für Sie?
Es ist mir sehr wichtig, starke Lernbeziehungen zwischen Schülerinnen und Schülern bzw. deren Lehrpersonen zu fördern. Und diese erfordern eine Führung, die einerseits auf Vertrauen und Transparenz, andererseits aber auch auf klaren Leitlinien basiert.

Welches Klima soll im neuen Gymi herrschen?
Schon als Rektor der Kantonsschule Wiedikon in Zürich war es mir wichtig, eine Schule zu führen, an der gegenseitiger Respekt und Fairness gelebt werden. Schulleitung und Lehrpersonen tragen diese Werte als Vertreter unserer neuen Schule nach aussen. Sie sind Vorbilder für unsere Jugend. Selbstverständlich sind für ein Gymnasium auch Fordern, Fördern und damit Leistung wichtige Attribute. Das ist eine Selbstverständlichkeit. Ich bin überzeugt, dass das keine Widersprüche sind.

Welches sind die grössten Herausforderungen, die Sie bis zur Eröffnung der Kantonsschule im Jahr 2020 noch zu bewältigen haben?
Herausforderungen stehen noch verschiedene an. Eine grosse Herausforderung jedoch wird sein, dass wir unsere neue Schule so gestalten und präsentieren, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler auch zu uns kommen wollen – wir haben bekanntlich freie Schulwahl am öffentlichen Zürcher Gymnasium. Dafür werden wir alles Notwendige tun. Und nach dem Erfolg in Uetikon am See bin ich überzeugt, dass uns dies auch am Zimmerberg gelingen wird.

Mehr über den Gründungsrektor erfahren Sie auf: www.kszi.ch/menschen/schulleitung

 

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