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Agroscope soll sich auf drei Standorte konzentrieren

Bern – Agroscope soll künftig neben seinem Hauptstandort in Posieux FR nur noch die regionalen Forschungszentren Changins VD und Reckenholz ZH betreiben. Damit sollen Mittel für die Forschung freigesetzt werden. Der Bauernverband sieht darin ein falsches Zeichen des Bundesrates.
Der Bundesrat hat sein Detailkonzept zur Standortstrategie von Agroscope verabschiedet. Dieses sieht laut einer Mitteilung vor, dass die Agrarforschungsanstalt künftig neben ihrem Hauptstandort Posieux nur noch zwei regionale Forschungszentren in Changins und in Zürich-Reckenholz unterhalten sowie dezentrale Versuchsstationen unterhalten soll. Avenches VD, Liebefeld BE, Tänikon TG und Wädenswil ZH würden ihren Status als Standort von Agroscope verlieren.
Der Bundesrat will damit Effizienzgewinne von insgesamt 60 Millionen Franken bis 2028 und danach von jährlich 13 Millionen Franken realisieren. Damit sollen bereits ab 2021 zusätzliche Forschungsstellen finanziert werden.
Mit der Wahl von drei Standorten kommt der Bundesrat auf seine Entscheidung von 2018 zurück, Agroscope auf Posieux zu konzentrieren. Der damalige Vorschlag war auf erheblichen Widerstand des Schweizer Bauernverbandes und der betroffenen Kantone gestossen.
Der Bauernverband kritisiert auch diesmal den Bundesrat. Dieser wolle nur einen Teil der eingesparten Gelder der Forschung zugänglich machen. Das sei angesichts der Herausforderungen der Landwirtschaft „ein völlig falsches Zeichen“ seitens des Bundesrates, schreibt er in einer Medienmitteilung. „Er untergräbt damit den gemeinsamen Willen, die einheimische Landwirtschaft nachhaltig weiterzuentwickeln und für die künftigen Herausforderungen fit zu machen.“ stk

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