Zimmerberg
Sihltal

14. BILDUNGSKONFERENZ ZÜRICH PARK SIDE

KI – Chance für die Bildung

19. März 2024, 09.00 – 16.45 Uhr, Gottlieb Duttweiler Institute, Rüschlikon

Künstliche Intelligenz (KI) ist das vorherrschende Thema unserer Zeit. KI eröffnet ungeahnte Möglichkeiten zur Automatisierung in sämtlichen Lebens- und Wirtschaftsbereichen. Im Bildungsbereich sind Schulen bemüht, einen angemessenen Umgang mit KI zu finden, um sicherzustellen, dass der Mensch trotz seiner zunehmenden Abhängigkeit von Technologien seine Verantwortung wahrnehmen kann. In der Wirtschaftswelt wird mit Hochdruck daran gearbeitet, Schritt zu halten mit der raschen Entwicklung der KI-Technologie, um nicht ins Hintertreffen zu geraten. Insbesondere mit der Verbreitung und Nutzung von Chatbots drängt sich erneut die Frage auf, wie das Verhältnis zwischen Mensch und Maschine gestaltet werden soll. Kann ChatGPT eine Revolution im Bildungswesen auslösen? Wie wird KI die zukünftige Arbeitswelt verändern? Welche Fähigkeiten werden weiterhin dem Menschen vorbehalten sein?

Diese und viele weitere Fragen werden am 19. März 2024 an der 14. Bildungskonferenz von Zürich Park Side im Gottlieb Duttweiler Institute in Rüschlikon diskutiert. Wir bieten ein spannendes Programm mit renommierten Referentinnen und Referenten aus Wissenschaft und Praxis sowie ausreichend Gelegenheit für den informellen Austausch.

8. Innovationsforum Zürich Park Side

Das 8. Innovationsforum Zürich Park Side widmete sich dem aktuellen Thema „Mitarbeitende finden und halten – innovative Ansätze sind gefragt!“. Der Anlass der Standortförderung Zimmerberg-Sihltal durfte auch in diesem Jahr auf die grosszügige Unterstützung der Zürcher Kantonalbank zählen und im Seminarhotel Bocken in Horgen residieren.

Der Präsident der Standortförderung Märk Fankhauser äusserte sich sehr erfreut über die zahlreichen Anwesenden, was beweist, dass das Thema interessiert und betrifft. Ziel der Veranstaltung war, ein Verständnis für die Herausforderungen beim Finden und Halten von Mitarbeitenden zu gewinnen sowie konkrete Lösungsansätze mit nach „Hause“ zu nehmen.

Den rund 80 Teilnehmenden wurden ein Impulsreferat von Nathalie Bourquenoud – Expertin für organisatorische Transformation und ehemalige HR-Chefin der Mobiliar – und zwei Best-Practice Referate von Christof Hasler – Hasler Gruppe – und Roger Neukom – Neukom Engineering AG – geboten.

Christof Hasler gewährte Einblicke in das Pilotprojekt „4-Tage-Woche“ der Hasler Gruppe: „Das neue Arbeitszeitmodell kommt insbesondere bei jungen Mitarbeitenden gut an, während sich ältere Semester mit sehr langen Arbeitstagen konfrontiert sehen. Da die Mitarbeitenden weniger oft anwesend sind, leidet ähnlich wie in der Coronapandemie die Firmenkultur. Dies kann aber mit Mitarbeitertreffen und Events ausgeglichen werden“, so Hasler. Nach erster Bilanz erfahren die Mehrheit der Mitarbeitenden eine Verbesserung ihrer Work-Life-Balance.

Nathalie Bourquenoud zeigte auf, dass eine gut überlegte Gestaltung des Arbeitsumfelds essenziell ist, allerdings in Zeiten von hybriden und flexiblen Arbeitsmodellen eine komplexe Aufgabe darstellt. Denn trotz aller digitalen Möglichkeiten bleibt ein persönlicher und nicht zuletzt emotionaler Austausch der Mitarbeitenden unabdingbar. Schafft man es, dies glaubwürdig umzusetzen, sind motivierte Mitarbeitende die beste Werbung für das eigene Unternehmen.

Roger Neukom konnte diesen Aspekt aus eigener Erfahrung bestätigen und plädierte für eine Unternehmenskultur, welche Mitarbeitende einbindet und in welcher transparent kommuniziert und zugehört wird. Zudem meinte er: „Wenn jährlich 100 Ingenieure pensioniert werden, dann fehlt uns der Nachwuchs“. Neukom berichtete von vielen Elternabenden, an denen er die Berufslehre (in direkter Konkurrenz zur gymnasialen Maturität) verteidigen musste. Er selbst rekrutiert viele Fachleute aus seinen Lehrlingen, wobei sich später viele Lernende auch selbständig machten.

Den Referaten folgten moderierte Tischgespräche, in welchen über persönliche Herausforderungen und Lösungsansätze diskutiert wurde. Eines der gesammelten Schlussworte überzeugte besonders: «Arbeitgeber sind wie Reiseleiter, die Menschen auf ihrer Reise begleiten – vom Backpacker bis zum Kreuzfahrtschiffreisenden».

Das Innovationsforum konnte auch in diesem Jahr eine inspirierende Plattform für Ideenaustausche bieten und die Teilnehmenden konnten beim anschliessenden Stehlunch genussvoll weiterdiskutieren.

Weitere „Originaltöne“ von den Tischgesprächen:

  • «Es braucht bessere individuelle Lösungen. Ein gutes Arbeitsklima und eine familiäre Atmosphäre sind zentral wichtig».
  • «Brain-Drain verhindern, indem man ältere Mitarbeitende weiterbeschäftigt. Mitarbeitende sind auch Werbebotschafter für die Firma».
  • «Die Mitarbeitenden involviert halten und Handwerksberufe den Jungen schmackhaft machen».
  • «Handwerksberufe müssen für Berufseinsteigende attraktiver werden: Mutig sein, Neues wagen, aber authentisch bleiben».

Kontaktadresse:

Stefan Lüthi, Geschäftsführer Standortförderung Zimmerberg-Sihltal
Tel.: 044 687 21 21; E-Mail: stefan.luethi@zimmerberg-sihltal.ch

Referat Nathalie Bourquenoud
Referat Christof Hasler
Roger Neukom

Hintergrundpapier zum Innovationsforum